Du gehst in einen Skate-Shop, schaust an die Deck-Wand und siehst 30 verschiedene Marken, Preise von 35€ bis 95€, und niemand erklärt dir, welche sich lohnt. Die meisten Listen im Internet sind generische Rankings, die echte Marken mit Discounter-Ware mischen, oder lieblose Katalog-Aufzählungen ohne Meinung.
Dieser Artikel kommt direkt zum Punkt: die besten Skateboard-Deck-Marken 2026, geordnet nach Tiers nach Herkunft, Pressqualität und Konsistenz. Nicht alle sind dabei — nur die, die wirklich zählen, wenn du Geld für ein Deck ausgibst.
Was eine gute Deck-Marke ausmacht
Bevor wir zum Ranking kommen, solltest du verstehen, was du kaufst, wenn du 75€ für ein Deck ausgibst. Es geht nicht nur um die Grafik auf der Unterseite. Was eine Top-Marke von einem No-Name unterscheidet:
- Holz: Seriöse Marken verwenden 7-lagigen kanadischen Ahorn (7-Ply). Das ist der Profi-Standard. Billige Marken verwenden chinesischen Ahorn oder Pappelholz-Mischungen — viel weicher und bruchanfälliger.
- Pressung: Kaltpressung einzelner Decks (nicht industrielle Massenverarbeitung). Erhält Concave und Pop monatelang.
- Harze und Kleber: Premium-Marken verwenden hochwertige Epoxidharze, die Feuchtigkeit und Stöße aushalten; billige Marken verwenden Industriekleber, der sich ablöst.
- Profi-Team: Wenn eine Marke Pros sponsert, die Videoparts produzieren, bedeutet das echte Fabrik, Qualitätskontrolle und Feedback von echten Skatern. Ohne Team: Finger weg.
- Herkunft: 30+ Jahre Deck-Produktion bedeuten verfeinerte Prozesse, eine ästhetische Identität und Konsistenz. Eine neue Marke ist nicht unbedingt schlechter, aber weniger nachweisbar.
Mit diesen fünf Filtern eliminierst du 70% des Marktlärms. Den Rest bestimmt dein persönlicher Stil.
Tier S: die Legenden, die seit 30+ Jahren überzeugen
Diese Marken sind das Rückgrat des Skatens. Sie sponsern seit Jahrzehnten die einflussreichsten Pros jeder Generation, ihre Decks gehören zu den zuverlässigsten auf dem Markt, und in jedem seriösen Skate-Shop weltweit findest du sie.
Powell-Peralta
Herkunft: Santa Barbara, Kalifornien. Gegründet 1978 von George Powell und Stacy Peralta.
Warum sie wichtig ist: die Bones Brigade (Tony Hawk, Steve Caballero, Lance Mountain, Mike McGill, Rodney Mullen, Tommy Guerrero) hat das Skaten in den 80ern für immer verändert — alle fuhren Powell. Die Marke, die am meisten für die Skate-Kultur getan hat, ohne Diskussion.
Was sie heute produziert: Decks mit eigener Flight-Technologie (Epoxid-Konstruktion mit Faser, hält 3-4 Mal länger als ein normales 7-Ply), Reissues klassischer 80er-Modelle und die Mini Logo-Linie (günstige Sub-Marke, gleiche Fabrik).
Aktuelles Team: Andy Anderson, Jordan Hoffart, Brad McClain, Steve Caballero (noch mit über 60 Jahren aktiv).
Für wen: jeden Skater, der ein Deck mit echter Herkunft, maximaler Haltbarkeit und Premium-Konstruktion will.
Preis: 65–90€ einzelnes Deck. Die Flight-Linie liegt im oberen Bereich.
Santa Cruz Skateboards
Herkunft: Santa Cruz, Kalifornien. Gegründet 1973. Die älteste noch aktive Marke im modernen Skaten.
Warum sie wichtig ist: Pioniere im Bowl- und Vert-Skaten. Legendäres historisches Team: Jeff Grosso, Jason Jessee, Tom Knox, Jim Thiebaud. Die Grafiken von Jim Phillips (gelbe Hand, Screaming Hand) sind kulturelle Ikonen weit über das Skaten hinaus.
Was sie heute produziert: Decks mit Powerply-Technologie (extra Faserschicht oben und unten für mehr Pop) und VX (ultra-widerstandsfähige Premium-Konstruktion). Breites Sortiment: Classic Dots, Screaming Hand Reissues, Signature-Modelle.
Aktuelles Team: Tom Knox (wieder aktiv), Tom Asta, Maurio McCoy, Erick Winkowski.
Für wen: Bowl-, Vert- und Transition-Skater. Auch Street, aber die DNA liegt in Pools und Beton-Parks.
Preis: 60–85€. VX- und Powerply-Linie im oberen Bereich.
Element Skateboards
Herkunft: Atlantic Beach (USA). Gegründet 1992 von Johnny Schillereff.
Warum sie wichtig ist: Marke, die technisches High-Level-Skaten mit einer klar erkennbaren Natur-/Nachhaltigkeits-Identität kombiniert hat. Eine der wenigen großen Marken mit kohärentem DNA jenseits des Produkts.
Was sie heute produziert: Standard-Linie (die Section ist wohl das meistverkaufte Einsteiger-Deck der Welt), Featherlight-Linie (dünne Faserschichten für weniger Gewicht ohne Pop-Verlust), Helium-Linie (mikroskopische Luftkammern im Inneren — leichtestes Deck auf dem Markt), Signature-Modelle.
Aktuelles Team: Nick Garcia, Madars Apse, Greyson Fletcher, Evan Smith, Julian Davidson.
Für wen: den Allround-Skater, der Zuverlässigkeit, Technologie und einen Namen will, den jeder Skater respektiert.
Preis: 60–80€ Standard-Decks, 75–95€ Featherlight/Helium.
Real Skateboards
Herkunft: San Francisco, Kalifornien. Gegründet 1991 von Jim Thiebaud (ex-Santa Cruz) und Tommy Guerrero (ex-Powell, Bones Brigade).
Warum sie wichtig ist: eine der am meisten respektierten Marken im “echten” Skaten — die, die Skater fahren, die von anderen Skatern gefahren werden. Null Corporate-Marketing, alles Team und Ästhetik.
Was sie heute produziert: Premium-7-Ply-Decks aus der DLX-Fabrik (das gemeinsame Presswerk von Real, Anti-Hero, Krooked und Spitfire in San Francisco). Legendäre Grafiken.
Aktuelles Team: Ishod Wair (einer der besten Street-Skater der Welt), Mason Silva, Zion Wright, Justin Brock, Dennis Busenitz.
Für wen: Skater, der ein Deck „von Skatern für Skater” will, ohne Gimmicks. Purer Street.
Preis: 65–85€.
Anti-Hero Skateboards
Herkunft: San Francisco, Kalifornien. Gegründet 1995 von Julien Stranger.
Warum sie wichtig ist: die Marke mit der rauesten, unverwechselbarsten Haltung im Skaten. Teilt die DLX-Fabrik mit Real. Wenn Real das „Skater-für-Skater”-Deck ist, dann ist Anti-Hero das „Skater-für-Skater, der dreckige Pools und unmögliche Handrails bevorzugt”.
Aktuelles Team: Tony Trujillo, John Cardiel (lebende Legende), Daan Van Der Linden, Grant Taylor, Cory Duffel.
Für wen: Skater mit Punk-Vibe, der kein perfektes Pop will, sondern ein robustes Deck zum Spots-Zerlegen.
Preis: 65–80€.
Vans Skateboards
Herkunft: Anaheim, Kalifornien. Die Schuhe seit 1966; Vans Skateboards (die Deck-Linie) seit 2018.
Warum sie wichtig ist: Auch wenn Vans historisch als Schuhmarke bekannt ist, hat der Einstieg ins Deck-Segment mit einem brutalen Profi-Team (Tony Trujillo, Daniel Lutheran, Rowan Zorilla, Pedro Delfino, Elijah Berle) und Premium-7-Ply-Konstruktion die Marke in wenigen Jahren als vollwertige Deck-Option etabliert.
Für wen: Fans der Marke, Skater, die ein kohärentes komplettes Setup wollen (Deck + Vans-Schuhe), oder die ihre zurückhaltende Ästhetik schätzen.
Preis: 65–85€.
Tier A: hohe Qualität, bewährte Konsistenz, starke Szene
Diese Marken haben keine 50-jährige Geschichte, produzieren aber seit 15–30 Jahren Top-Decks und sind in ihren jeweiligen Nischen eine feste Referenz. Jede dieser Marken zu kaufen ist eine solide Entscheidung.
Plan B Skateboards
Herkunft: Kalifornien. Gegründet 1991 von Mike Ternasky, 2005 neu gegründet von Danny Way und Colin McKay.
Warum sie wichtig ist: das „Questionable”-Video von Plan B (1992) ist eines der einflussreichsten Skate-Videos aller Zeiten. Nach der Neugründung mit Way und McKay bleibt das Team auf Weltklasse-Niveau.
Team: Pat Duffy, Felipe Gustavo, Ryan Sheckler, Trevor McClung, Diego Najera.
Technologie: BLK ICE-Linie (Premium mit Epoxid und Faser).
Preis: 70–90€.
Almost Skateboards
Herkunft: Kalifornien. Gegründet 2003 von Rodney Mullen (ja, der Rodney Mullen) und Daewon Song.
Warum sie wichtig ist: Marke mit sehr ernsthafter Eigenentwicklung. Die Über Light-Linie (Carbon-Faser + Ahorn) gehört zu den Decks mit bestem Pop und geringstem Gewicht auf dem Markt. Die Impact- und Impact Plus-Linien integrieren Glasfaser-Discs im Nose-/Tail-Bereich, damit das Deck beim Verfehlen großer Ollies nicht bricht.
Team: Daewon Song, Yuri Facchini, Cody McEntire.
Preis: 70–95€ (Über Light im oberen Bereich).
Toy Machine
Herkunft: Kalifornien. Gegründet 1993 von Ed Templeton.
Warum sie wichtig ist: sehr wiedererkennbare Ästhetik (das „Toy Machine Monster” von Templeton ist ein visuelles Markenzeichen). Team aus technischen und kreativen Skatern. Konstante 7-Ply-Decks in mittlerer bis hoher Qualität.
Team: Collin Provost, Leo Romero (Historisch), Jeremy Leabres, Daniel Lutheran.
Preis: 60–80€.
Polar Skate Co.
Herkunft: Malmö, Schweden. Gegründet 2011 von Pontus Alv.
Warum sie wichtig ist: die einflussreichste europäische Marke im modernen Skaten. Handwerkliche Ästhetik, cinematografische Videos, starkes internationales Team. Hat die europäische Skate-Diskussion in den 2010ern grundlegend verändert.
Team: Hjalte Halberg, Aaron Herrington, Oskar Rozenberg, Roman Gonzales, Nick Boserio.
Für wen: Skater, der Ästhetik und Kultur genauso viel bedeuten wie das Produkt. Vibe Berlin/Hamburg/Paris.
Preis: 75–95€ (Premium).
Magenta Skateboards
Herkunft: Bordeaux, Frankreich. Gegründet 2010 von den Brüdern Soy Panday und Vivien Feil.
Warum sie wichtig ist: europäisches Pendant zu Polar in Sachen künstlerischer Ästhetik. Decks mit alternativen Shapes (asymmetrisch, Twin-Tip, Cruiser) und handgemalten Grafiken der Pandays.
Team: Léo Valls, Jimmy Lannon, Glen Fox.
Für wen: Skater, der an ungewöhnlichen Shapes, kreativer Transition und Kunst-/Kultur-Vibe interessiert ist.
Preis: 75–90€.
Birdhouse Skateboards
Herkunft: Kalifornien. Gegründet 1992 von Tony Hawk und Per Welinder.
Warum sie wichtig ist: die Marke von Tony Hawk. Nicht nur überlebt — sie hat über 30+ Jahre professionelles Team-Niveau und ernstes Sortiment gehalten.
Team: Tony Hawk (noch aktiv), Aaron „Jaws” Homoki, Clint Walker.
Preis: 60–80€.
Foundation Skateboards
Herkunft: Kalifornien. Gegründet 1989 von Tod Swank.
Warum sie wichtig ist: klassische kalifornische Skate-Marke ohne Allüren. Kohärentes Sortiment und immer mit Top-Team.
Team: Corey Glick, Cole Wilson, Aiden Campbell.
Preis: 60–80€.
Tier B: gut, aber nischiger oder mit begrenztem Sortiment
Valide Marken mit ernstem Produkt, aber kleinerem Sortiment, eingeschränkterem Vertrieb oder sehr spezifischem Profil. Wenn sie zu dem passen, was du suchst, sind sie eine gute Wahl.
Sour Skateboards
Herkunft: Stockholm, Schweden. Gegründet von Erik Pettersson und Skatern aus dem Polar-Umfeld.
Warum sie wichtig ist: minimalistische Ästhetik, legendäre Team-Fotografie, starke Präsenz in der europäischen Szene. Kultur stärker als das Sortiment.
Team: Albert Nyberg, Daniel Lebron, Simon Isaksson.
Preis: 75–90€.
DGK (Dirty Ghetto Kids)
Herkunft: Philadelphia / Kalifornien. Gegründet 2002 von Stevie Williams.
Warum sie wichtig ist: repräsentiert die urbane Skate-Kultur der amerikanischen Ostküste. Standard-7-Ply-Decks, starke Grafiken, enge Verbindung zur Hip-Hop-Kultur.
Team: Josh Kalis, Stevie Williams, Marquise Henry.
Preis: 55–75€.
Cliché Skateboards
Herkunft: Lyon, Frankreich. Gegründet 1997 von Jeremie Daclin.
Warum sie wichtig ist: die erste europäische Marke, die im amerikanischen Mainstream ankam. 2017 geschlossen, aber 2024 neu gegründet mit neuem Sortiment.
Historisches Team: Lucas Puig, JB Gillet, Andrew Brophy.
Preis: 65–80€.
Habitat Skateboards
Herkunft: Pennsylvania (USA). Gegründet 2000.
Warum sie wichtig ist: von Natur, Fotografie und Kunst inspirierte Ästhetik. Teilt visuellen DNA mit Element, aber mit nischigem Sortiment.
Preis: 60–80€.
Spanische und europäische Marken
Das europäische Skaten hat seit 25 Jahren eigene ernsthafte Marken. Das sind die, die jeder Skater kennen sollte.
Jart Skateboards (Spanien)
Herkunft: Barcelona, unter dem Boardriders-Dach (Quiksilver). Produziert in den USA bei PS Stix (dieselbe Fabrik wie Plan B und Almost).
Warum sie wichtig ist: die spanische Skate-Marke mit dem historisch stärksten internationalen Team. Hat mit Sergio Layos, Adrián Vega, Borja Conde und Diego Najera zusammengearbeitet.
Preis: 60–85€.
Hydroponic (Spanien)
Herkunft: Barcelona, in den 90ern gegründet.
Warum sie wichtig ist: historische Marke der Barceloner Szene. Breites Sortiment (Decks, Komplettboards, Kleidung) mit Fokus auf Preis-Zugänglichkeit, ohne in Discounter-Qualität zu verfallen.
Preis: 50–75€.
Imagine Skateboards (Spanien)
Herkunft: Spanien.
Warum sie wichtig ist: unabhängige spanische Skate-Marke mit starker visueller Kuration und europäischer Produktion. Nischiger als Jart, aber mit klarer Identität.
Preis: 55–80€.
Lurpiv (Frankreich)
Herkunft: Paris, gegründet 2017.
Warum sie wichtig ist: eine der interessantesten jungen europäischen Marken. Top-französisches Team, unverwechselbare Ästhetik, Pariser Vibe.
Preis: 70–85€.
Polar (Schweden) und Magenta (Frankreich)
Bereits in Tier A erwähnt — aber es lohnt sich, es zu betonen: die Achse Polar–Magenta–Sour ist das Rückgrat des europäischen Autoren-Skatens.
Marken mit eigener Premium-Technologie
Wenn dir die technische Konstruktion jenseits des Standard-7-Ply wichtig ist, sind das die Optionen, die den Aufpreis rechtfertigen.
Premium-Technologien, die es wert sind, sie zu kennen
Powell-Peralta Flight: Epoxid-Konstruktion mit verstärkter Faser. Hält 3–4 Mal länger als ein normales 7-Ply und bewahrt den Concave monatelang. Die, die ich empfehlen würde, wenn du hart skatest und regelmäßig Decks brichst.
Element Featherlight: dünne Faserschichten innerhalb des traditionellen 7-Ply. Reduziert das Gewicht um ~15% ohne Steifigkeitsverlust. Lebendigerer Pop. Gutes Preis-Technologie-Verhältnis.
Element Helium: mikroskopische Luftkammern im Inneren des Holzes. Das leichteste Marken-Deck auf dem aktuellen Markt. Neueste Technologie (ab 2018).
Almost Über Light: Ahorn + Carbon-Faser. Außergewöhnlicher Pop, sehr geringes Gewicht. Teurer, aber das Feeling unterscheidet sich deutlich von einem 7-Ply.
Almost Impact / Impact Plus: Glasfaser-Discs verstärken den Nose-/Tail-Bereich. Die bruchsichersten Decks beim Verfehlen großer Ollies.
Santa Cruz VX: Premium-Konstruktion mit Faser zwischen den Ahorn-Schichten. Widerstandsfähiger als Standard-7-Ply.
Santa Cruz Powerply: extra Faserschicht oben und unten. Schnellerer Pop und bessere Widerstandsfähigkeit gegen Ablösung.
Für Einsteiger: Marken, die Qualität liefern ohne das Budget zu sprengen
Mit dem Skaten anzufangen ist teuer. Deck, Achsen, Rollen, Kugellager, Griptape, Schuhe, Helm, Protektoren — das komplette Setup kostet schnell 150–200€. Hier die Marken, die echte Qualität bieten ohne den Geldbeutel zu ruinieren.
Mini Logo (die clevere Wahl)
Wer produziert es: Powell-Peralta. Es ist deren Budget-Sub-Marke — gleiche Fabrik, gleiche Pressen, gleicher kanadischer 7-Ply-Ahorn. Was fehlt: aufwändige Grafiken und ein zugeordnetes Profi-Team.
Warum es wichtig ist: das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt. Ein Mini Logo ist praktisch ein Powell ohne das große Logo.
Preis: 40–55€. Unschlagbar.
Für wen: jeden Einsteiger mit Verstand, oder erfahrene Skater, die ein alltägliches Deck wollen ohne für Grafiken zu zahlen.
Enuff Skateboards (UK)
Herkunft: Großbritannien. Europäische Marke für den Einstieg.
Warum sie wichtig ist: breites Sortiment an Komplett-Setups (Deck + Achsen + Rollen + Kugellager, fertig montiert) für 80–120€ in vernünftiger Einsteiger-Qualität. Kein Powell, aber mehrere Stufen über Discounter-Ware.
Preis: einzelne Decks 35–50€, Komplettboards 80–120€.
Tony Hawk Signature Series
Herkunft: lizenzierte Linie unter dem Birdhouse-Dach, für den Einstieg konzipiert.
Warum sie wichtig ist: Komplettboards als Geschenk oder zum Einstieg. Mittlere Qualität (nicht mit Birdhouse Pro vergleichbar), aber valide — kein Discounter-Produkt.
Preis: Komplettboards 70–110€.
Marken, die man meiden sollte
Nicht alles, was als „Skate” verkauft wird, ist eines. Diese Warnsignale solltest du kennen:
- Komplett-Sets unter 50€ in Discountern, Sportmärkten oder generischen Online-Shops. Minderwertiges Holz (Pappel, chinesischer Ahorn), weiche Achsen, die beim ersten Ollie biegen, Kugellager, die nach Wochen hinüber sind.
- Marken ohne nachweisbares Profi-Team. Wenn du auf YouTube oder Instagram keine Videos echter Skater findest, die diese Marke fahren — Finger weg.
- Fälschungen von Top-Marken. Element, Santa Cruz und Powell sind die meistkopierten. Siehst du ein „Element”-Deck für 25€ auf einem Online-Marktplatz, ist es gefälscht — das Holz ist kein Premium-7-Ply-Ahorn, sondern ein generisches chinesisches Deck mit kopierter Grafik.
- White-Label-Decks von Sporthandelsketten. Einige sind für absolute Anfänger vertretbar, aber wir empfehlen sie für niemanden, der wirklich Fortschritte machen will — kauf stattdessen ein Mini Logo für ähnlichen Preis.
Zusammenfassung nach Tier
| Tier | Marke | Herkunft | Preisbereich | Vibe |
|---|---|---|---|---|
| S | Powell-Peralta | USA (1978) | 65–90€ | Herkunft + Flight-Technologie |
| S | Santa Cruz | USA (1973) | 60–85€ | Bowl, Vert, ikonische Grafiken |
| S | Element | USA (1992) | 60–95€ | Allround + Featherlight/Helium-Technologie |
| S | Real | USA (1991) | 65–85€ | Purer Street, Skater für Skater |
| S | Anti-Hero | USA (1995) | 65–80€ | Punk, rau, dreckige Pools |
| S | Vans | USA (2018 Decks) | 65–85€ | Kohärenz mit Schuhen, Top-Team |
| A | Plan B | USA (1991) | 70–90€ | Wettkampf-Elite |
| A | Almost | USA (2003) | 70–95€ | Technologie (Über Light, Impact) |
| A | Toy Machine | USA (1993) | 60–80€ | Templeton-Ästhetik |
| A | Polar | Schweden (2011) | 75–95€ | Europäische Kultur |
| A | Magenta | Frankreich (2010) | 75–90€ | Kunst, alternative Shapes |
| A | Birdhouse | USA (1992) | 60–80€ | Tony Hawk, zuverlässig |
| A | Foundation | USA (1989) | 60–80€ | Klassisches Kalifornien |
| B | Sour | Schweden | 75–90€ | Minimalistischer Europäer-Vibe |
| B | DGK | USA (2002) | 55–75€ | Ostküsten-Stadtkultur |
| B | Cliché | Frankreich (neu 2024) | 65–80€ | Historisches französisches Skaten |
| B | Habitat | USA (2000) | 60–80€ | Natur-Ästhetik |
| ES/EU | Jart | Spanien (PS Stix USA) | 60–85€ | Spanische Top-Team-Marke |
| ES/EU | Hydroponic | Spanien | 50–75€ | Zugänglich, Barceloner Szene |
| ES/EU | Imagine | Spanien | 55–80€ | Unabhängig mit Identität |
| ES/EU | Lurpiv | Frankreich (2017) | 70–85€ | Junge europäische Autoren-Marke |
| Einsteiger | Mini Logo | USA (Powell) | 40–55€ | Powell-Qualität ohne Grafiken |
| Einsteiger | Enuff | UK | 35–50€ Deck | Europäischer Einstieg |
Wo du anfangen solltest — nach Budget und Level
Du hast 40–55€ und willst das Beste für diesen Preis: Mini Logo. Ohne Diskussion.
Du hast 60–75€ und willst eine echte Marke: Element Section, Santa Cruz Classic Dot, Powell-Peralta klassisch, Toy Machine, DGK. Jede davon hält dir jahrelang.
Du hast 75–95€ und willst Premium: Powell Flight, Element Featherlight, Almost Über Light, Polar, Magenta, Sour. Hier steigt der Detailgrad und die Haltbarkeit nochmals eine Stufe.
Du skatest hart und brichst regelmäßig Decks: Powell-Peralta Flight oder Almost Impact Plus. Eine Investition, die sich amortisiert.
Dir ist Kultur genauso wichtig wie das Produkt: Polar, Magenta, Sour, Real, Anti-Hero, Lurpiv. Marken mit eigener Identität jenseits des Sortiments.
Du willst eine spanische oder europäische Marke unterstützen: Jart, Hydroponic, Imagine, Polar, Magenta, Lurpiv.
Du bist absoluter Einsteiger und unsicher: Geh in einen echten Skate-Shop (nicht in einen generischen Sportmarkt) und sag dem Typen dort dein Budget. Die haben Ahnung. Kauf ein Deck einer echten Marke, Independent oder Thunder als Achsen, Spitfire als Rollen, Bones Reds als Kugellager. Das alles für 130–160€ hält dir jahrelang.
Weiterführende Artikel
- Vollständiges Marken-Verzeichnis — ausführliche Profile jeder Marke mit Team, Technologien und Sortiment.
- Element Skateboards: Marken-Profil — alles über Element, Geschichte und Sortiment.
- Powell-Peralta: Marken-Profil — die Marke mit der tiefsten Verwurzelung im Skaten.
- Santa Cruz Skateboards: Marken-Profil — seit 1973, die älteste noch aktive Marke.
- Spanische Skate-Marken — die spanische Szene im Detail.
- Skateboard-Deck-Rechner — welche Maße passen zu deiner Größe, Schuhgröße und deinem Stil.
- Was ein komplettes Skateboard kostet — echte Preisaufschlüsselung nach Komponente.
Diskussion
Dein Name wird veröffentlicht. Deine E-Mail bleibt privat. Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.