TUTORIAL

In welcher Reihenfolge Skateboard-Tricks lernen? Die Progression

Welcher Trick zuerst, welcher danach: vom Pushen über Ollie und Kickflip bis zu Curbs und Miniramp, mit dem, was BASPO, Skateboard GB und Braille sagen.

Von Fillow Skate Team · 5. November 2026 · 13 Min. Lesezeit

Im Skate-Lehrmittel, das das Schweizer Bundesamt für Sport (BASPO) für Sportlehrkräfte erstellt hat, steht ein Satz, der einen guten Teil dieses Artikels zusammenfasst: Voraussetzung für den Ollie ist, dass du Position, Gleichgewicht, Fortbewegung und Kickturn beherrschst. Vor dem ersten Trick mit Pop kommen also ein paar Schritte, die in keinem Video gut aussehen, die aber alle ernsthaften Quellen nach vorne stellen.

Für diesen Leitfaden haben wir die Lehrmaterialien des BASPO, das Einsteigerprogramm von Skateboard GB (dem britischen Verband), die Kurse und Listen von Braille, die Anleitungen von SkateboardersHQ, Red Bull, Dose und skatedeluxe, den Nike-Guide mit dem US-amerikanischen Skate-Lehrerverband (USSEA) und eine biomechanische Studie zum Ollie vom ISBS-Kongress 2006 miteinander abgeglichen. Das Erste, was dabei herauskommt: Niemand vertritt eine einzige, verbindliche Reihenfolge. SkateboardersHQ sagt es ganz offen, eine echte Reihenfolge gibt es nicht und die eigene Liste ist nur eine Orientierung. Was alle gemeinsam haben, ist die Struktur: erst das Board kontrollieren, dann der Ollie und von da aus mehrere Zweige.

So nutzt du die Progressionstabelle

Die 40 Karten sind auf sieben Etappen verteilt, von den Grundlagen bis zum nächsten Level. Innerhalb jeder Etappe stehen sie in der Reihenfolge, die die meisten Quellen vorschlagen, auch wenn sich zwei Tricks derselben Etappe oft in beliebiger Reihenfolge lernen lassen. Die Schwierigkeit nutzt dieselbe Skala von 1 bis 10 wie die Trick-Seiten von Fillow; bei den Schritten ohne eigene Seite (Pushen, Bremsen, der Shove-it ohne Pop, Pumping) ist sie unsere eigene Schätzung.

Du kannst nach Etappe, Schwierigkeit oder Tag filtern: street und transition trennen die beiden Zweige, und gemeinsame Basis markiert, was für beide gilt. Einige Karten haben ein Tutorial-Video, und fast alle verlinken auf die Schritt-für-Schritt-Anleitung des Tricks.

Zeige40von40

0 · Grundlagen

Stance: Regular oder Goofy

1/10gemeinsame Basis

Vor dem ersten Trick musst du wissen, welcher Fuß vorne steht: Ist es der linke, bist du Regular, ist es der rechte, bist du Goofy. Das Skate-Lehrmittel des Schweizer Bundesamts für Sport (BASPO) schlägt einen einfachen Test vor: Ein Partner schubst dich sanft von hinten, und der Fuß, den du nach vorne setzt, um nicht hinzufallen, ist dein vorderer Fuß.

Skateboard GB setzt das als erste von sechs Stufen in seinen Cruiser Award, das Einsteigerprogramm des britischen Verbands. Die USSEA (der US-amerikanische Skate-Lehrerverband) empfiehlt, beide Füße auszuprobieren, bevor du dich entscheidest, und das BASPO geht noch etwas weiter: Didaktisch ist es ihm lieber, wenn man beide Positionen abwechselt.

Der komplette Test: Goofy oder Regular

Aufsteigen, Pushen und Rollen

1/10gemeinsame Basis

Die USSEA (im Nike-Guide mit ihrem Gründer Joe Eberling) fängt auf Rasen an: Zuerst kommt der vordere Fuß aufs Board, dann der hintere, und danach drehst du beide, bis sie parallel auf dem Board stehen. Dieses Drehen der Füße fällt am Anfang schwer, aber Eberling hält es für grundlegend. Vom Rasen geht es auf den Gummiboden eines Spielplatzes und zum Schluss auf Beton.

Beim Pushen gibt der hintere Fuß den Schwung, und das Gewicht bleibt auf dem vorderen Fuß, so beschreibt es das BASPO. Laut USSEA kann allein dieser Basisteil eine halbe Session, eine ganze oder mehrere dauern.

Lenken (Carving)

1/10gemeinsame Basis

Lenken heißt, das Gewicht auf die Zehen (Frontside-Kurve) oder auf die Fersen (Backside-Kurve) zu verlagern. Das BASPO bringt es zuerst im Stand bei und dann mit zunehmendem Tempo.

Die USSEA schlägt eine Übung vor, die sich leicht aufbauen lässt: Schlangenlinien auf einem Tennis- oder Basketballplatz, die meist einen glatten Boden und viel Platz haben.

Was ist Carve (Lexikon)

Mit dem Fuß bremsen

1/10gemeinsame Basis

Laut BASPO bremst du am einfachsten, indem du den hinteren Fuß über den Boden schleifen lässt; die Alternative ist, während der Fahrt vom Board abzusteigen. Dasselbe Lehrmittel betont, dass du jederzeit anhalten können solltest, und als Fehler nennt es, schneller zu fahren, als du bremsen kannst.

Bremsen gehört auch zum Cruiser Award von Skateboard GB. Der britische Verband rechnet damit, dass man diesen ganzen Block an Grundlagen in 2 bis 4 kurzen Sessions oder an einem ganzen Tag schafft.

Kickturn

3/10gemeinsame Basistransition

Du drückst aufs Tail, um die Nose anzuheben, und drehst Hüfte und Oberkörper, um die Richtung zu wechseln. Das BASPO nennt den Kickturn als Voraussetzung für den Ollie, und auf der Rampe bezeichnet es ihn als die erste Drehung, die man lernt. Red Bull ergänzt, dass er später beim Kickflip hilft.

Typische Fehler laut BASPO sind zu viel Gewicht hinten oder zu weit zu drehen. Auf der Rampe geht die Progression vom Boden zum unteren Teil der Wand und erst danach zum Coping.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Tic-Tac

1/10gemeinsame Basis

Kurze Kickturns nach links und rechts hintereinander, mit denen du vorwärtskommst, ohne zu pushen. Red Bull setzt den Tic-Tac direkt hinter den Kickturn, weil er Gleichgewicht und Kraft trainiert, und merkt an, dass kurze Tic-Tacs mehr Schwung geben als weite.

Das BASPO nutzt ihn als Vorübung für den Kickturn auf der Rampe und auch in Einsteigerspielen wie einem Slalom.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Fakie rollen

2/10gemeinsame Basis

Rückwärts rollen, ohne die Fußstellung zu ändern. Red Bull setzt Switch-Fahren als ersten Punkt auf seine Liste einfacher Tricks, weil man diese Technik später braucht; der Rock to Fakie zum Beispiel endet rückwärts rollend in Fakie.

Fakie und Switch sind nicht dasselbe: Bei Switch wechselst du den vorderen Fuß. SkateboardersHQ sieht Fakie als ersten Schritt Richtung Switch, und das ist ein vorsichtiger Einstieg.

Was ist Fakie (Lexikon)

Manual

4/10gemeinsame Basisstreet

Auf den hinteren Rollen balancieren, ohne dass das Tail den Boden berührt. Red Bull, SkateboardersHQ und das BASPO (das ihn Wheelie nennt) setzen ihn vor den Ollie. Red Bull stellt klar, dass eine kurze Strecke reicht und kein langer Manual nötig ist. Braille hebt ihn sich dagegen für den zweiten Teil seines Kurses auf, nach dem Ollie.

Der häufigste Fehler ist, dass das Tail über den Boden schleift. Braille beobachtet, dass er in der Fahrt besser klappt als im Stand, und SkateboardersHQ empfiehlt, mit einem alten Board zu üben, weil sich das Tail abnutzt.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

1 · Tricks ohne Pop

Caveman

2/10street

Du hältst das Board mit einer Hand, springst und lässt es kurz vor der Landung los, um dann darauf zu landen. Braille setzt ihn auf Platz 2 seiner Liste der 15 einfachsten Tricks für Anfänger, und SkateboardersHQ nennt ihn unter den Übungen, die man vor dem Ollie machen sollte.

Er hilft dir, Vertrauen beim Springen auf das Board zu bekommen, ganz ohne Pop.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Hippy Jump

2/10street

Du springst nach oben, während das Board unter dir weiterrollt, und landest wieder darauf. SkateboardersHQ nimmt ihn in seine Liste der Vorübungen für den Ollie auf.

Das BASPO schlägt etwas Ähnliches vor, um die Flugphase zu trainieren: vom rollenden Board hochspringen und mit beiden Füßen gleichzeitig wieder landen, mit immer höheren Sprüngen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Shove-it (ohne Pop)

3/10street

Das Board dreht sich unter deinen Füßen um 180°, weil du es mit dem hinteren Fuß herumschiebst, ohne Pop. Braille setzt ihn auf Platz 5 seiner einfachsten Tricks (der Ollie steht auf Platz 10) und fasst die Technik so zusammen, dass alles im hinteren Fuß liegt. Der typische Fehler ist, zu poppen statt zu schieben.

SkateboardersHQ hält ihn für wahrscheinlich leichter als den Ollie und empfiehlt, mit dem Fakie Shove-it anzufangen; der häufigste Fehler, den die Seite sieht, ist, sich nicht zu committen. Nicht verwechseln mit dem Pop Shove-it, der den Ollie sehr wohl braucht.

Nächster Schritt: Pop Shove-it

Boneless

3/10street

Du setzt den vorderen Fuß auf den Boden, greifst das Board mit der Hand, springst und landest wieder darauf. Braille setzt ihn auf Platz 6 seiner Liste einfacher Tricks, direkt hinter den Shove-it.

Er trainiert die Koordination zwischen Hand und Fuß und wird meist nach dem Caveman gelernt, der dich schon daran gewöhnt, mit dem Board in der Hand zu springen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Body Varial

5/10street

Du springst und drehst deinen Körper um 180°, während das Board unter dir bleibt, ohne sich zu drehen. Braille nimmt ihn in seine Liste einfacher Tricks auf, vor dem Ollie, und betont, die Füße über die Schrauben zu stellen, nicht aufs Tail oder auf die Nose.

Das BASPO kommt über Übungen für die Flugphase zu ihm: immer höhere Sprünge auf dem rollenden Board und danach mit halber Drehung.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

2 · Der Ollie und seine Familie

Ollie

4/10gemeinsame Basisstreettransition

Pop mit dem Tail und Ziehen mit dem vorderen Fuß, um das Board ohne Hände anzuheben. Das BASPO nennt ihn die wichtigste Figur und Voraussetzung für viele andere; Sidewalk beschreibt ihn als den grundlegenden Baustein, und Red Bull weist darauf hin, dass ein guter Teil der Tricks auf ihm aufbaut.

Dasselbe BASPO warnt, dass er eine der schwierigsten Figuren ist, gerade weil er ohne Hände funktioniert und Geduld verlangt. SkateboardersHQ rechnet mit ein paar Wochen bis sechs Monaten, je nachdem, wie viel du übst. Eine biomechanische Studie vom ISBS-Kongress 2006 hilft zu verstehen, warum: Er ist ein Sprung mit Gegenbewegung, und es dauert, bis diese Bewegung auf dem Board koordiniert klappt.

Häufige Fehler laut SkateboardersHQ: den Ollie im Stand zu üben, bevor du richtig rollen kannst, und mitten in der Bewegung zu zögern. Wenn er sitzt, schlägt das BASPO vor, über etwas Kleines zu springen, zum Beispiel einen Plastikbecher.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Backside 180

5/10street

Ein Ollie mit halber Drehung zur Seite deines Rückens. Red Bull und Braille setzen ihn direkt hinter den Ollie, und SkateboardersHQ merkt an, dass Backside meist leichter fällt als Frontside.

Braille zählt ihn zu den Tricks, die du vor dem Kickflip haben solltest, zusammen mit dem Frontside 180 und den Shove-its.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Frontside 180

5/10street

Ein Ollie mit halber Drehung zur Seite deiner Brust. Braille bringt ihn im ersten Teil seines Kurses bei, zusammen mit dem Ollie. In dem 21-Level-Video, das Tony Hawk für WIRED gedreht hat, sind Level 2 und 3 180er-Varianten des Ollies.

Brailles Tipp ist, den Körper vor dem Pop vorzuspannen und Schultern und Kopf im Moment des Pops zu drehen. Der häufigste Fehler ist, sich nicht auf die Drehung zu committen und auf halbem Weg stehen zu bleiben.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Pop Shove-it (Backside und Frontside)

5/10street

Das Board dreht sich mithilfe des Pops um 180° unter deinen Füßen, ohne dass du dich drehst. Hier treffen sich Shove-it und Ollie: Braille setzt ihn hinter den Ollie und die beiden 180er und zählt ihn zu den Voraussetzungen für den Kickflip.

SkateboardersHQ empfiehlt, beide Richtungen zu lernen. Der Frontside, mit dem Scoop nach vorne, ist der, den du später für den Hardflip und den Varial Heelflip brauchst. Das Problem, das die Seite am häufigsten nennt, ist Frust, und dafür rät sie zu Pausen und dazu, zwischendurch andere Tricks zu üben.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Nose Manual

5/10street

Der Manual auf den vorderen Rollen. Braille setzt ihn im zweiten Teil seines Kurses Skateboarding Made Simple direkt hinter den Manual.

Später ist er die Gleichgewichtsgrundlage für den Nosegrind: Auf der Fillow-Seite zu diesem Grind steht der Nose Manual als Voraussetzung.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

No Comply

5/10streettransition

Du setzt den vorderen Fuß auf den Boden, hebst das Board mit dem hinteren Fuß an und steigst wieder auf. SkateboardersHQ sagt, dass er nicht schwer ist, wenn du ihn einmal verstanden hast, und dass er die Tür zu Sprüngen und Tricks auf Quarters öffnet.

Mit dem Boneless hat er gemeinsam, dass ein Fuß während des Tricks auf dem Boden steht. Wenn du den Boneless schon kannst, kommt dir die Bewegung also bekannt vor.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

3 · Flips im Flat

Heelflip

6/10streetflips

Das Board dreht sich um seine Längsachse, weil du es mit der Ferse des vorderen Fußes anschlägst. Braille zählt ihn zu den Tricks, die du vor dem Kickflip haben solltest, und SkateboardersHQ setzt ihn in seiner Reihenfolge als ersten Flip.

Die Technik unterscheidet sich vom Kickflip: Laut SkateboardersHQ sind beim Heelflip die Schultern geschlossener, der Blick geht Richtung Tail und der Stance ist etwas breiter. Dieselbe Seite sagt in einem anderen Artikel, dass es zwischen den beiden Flips keine verbindliche Reihenfolge gibt und du den nehmen sollst, der dir natürlicher vorkommt.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Kickflip

6/10streetflips

Das Board dreht sich mit einem Flick des vorderen Fußes um seine Längsachse. Das BASPO erklärt, dass er alle Phasen des Ollies enthält und dass es Voraussetzung ist, den Ollie zu beherrschen. Braille ergänzt die Liste um die 180er, die Shove-its und den Heelflip und warnt, dass du dich aufs Scheitern einstellst, wenn du den Kickflip zu deinem ersten Trick machst.

Laut Braille geht der Flick nach oben und nach außen, nicht nach unten, und die Brust muss Richtung Nose drehen. SkateboardersHQ nennt weitere Fehler: die vordere Schulter öffnen und mit einem Fuß landen, nach vorne statt nach oben springen, Pop und Flick trennen, sich nach vorne lehnen oder die Füße zu eng stellen. Die Seite rechnet mit Wochen, Monaten oder sogar Jahren.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Nollie, Switch Ollie und Half Cab

6/10street

Drei Arten, den Ollie aus einer anderen Position zu machen: Der Nollie wird mit Pop von der Nose gemacht, der Switch Ollie im umgekehrten Stance, und der Half Cab ist ein Ollie aus Fakie mit halber Drehung. Alle drei setzen voraus, dass du den Ollie kannst und Fakie rollen kannst.

Wann man mit Switch anfangen sollte, darüber sind sich die Quellen nicht einig. Red Bull hält es von Anfang an für eine Basis, und das BASPO empfiehlt, die Positionen abzuwechseln; andere, informellere Quellen raten, erst die Basics im natürlichen Stance zu festigen.

Nollie-Tutorial · Switch-Ollie-Tutorial · Half-Cab-Tutorial

Varial Kickflip und Varial Heelflip

7/10streetflips

Sie kombinieren einen Flip mit einem Shove-it des Boards. Der Varial Kickflip verbindet Shove-it und Kickflip, der Varial Heelflip den Heelflip mit einer Frontside-Drehung des Boards um 180°.

SkateboardersHQ empfiehlt, den Frontside Pop Shove-it zu können, bevor du den Varial Heel versuchst. Auf den Fillow-Seiten setzen beide Varials den jeweiligen Flip und den Pop Shove-it voraus.

Varial-Kickflip-Tutorial · Varial-Heelflip-Tutorial

4 · Curbs, Ledges und Rails

50-50 auf Curb oder Ledge

5/10streetgrinds & slides

Grind auf beiden Achsen gleichzeitig. Für das BASPO ist er der erste Grind: Der Anfahrtswinkel ist kleiner als beim Boardslide oder Lipslide, und beide Achsen müssen gleichzeitig auf dem Obstacle landen.

Du brauchst einen Ollie im Rollen, der einigermaßen locker sitzt. Von ihm aus führen die Varianten, die das BASPO vorschlägt, zum 5-0, zum Nosegrind, zum Feeble und zum Smith. An Curbs und Ledges stellen ihn viele Anleitungen als ersten Grind vor, oft Frontside.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Boardslide

5/10streetgrinds & slides

Du slidest mit dem Board quer über das Obstacle, aufgesetzt in der Mitte. Das BASPO hält den Backside Boardslide für die einfachste Art, über ein Rail zu sliden, und empfiehlt, mit Backside anzufangen, weil es etwas leichter ist als Frontside. Braille eröffnet mit Boardslides den Grind- und Slide-Teil seines Kurses.

Der typische Fehler ist, sich nach hinten zu lehnen: Du solltest das Gewicht etwas nach vorne bringen und zum Ende des Obstacles schauen. Das BASPO rät zu kurzen, niedrigen, flachen und eher breiten Rails, oder dazu, nur das letzte Stück des Rails zu nutzen, und mit ordentlich Tempo anzufahren, weil das beim Gleichgewicht hilft. Red Bull empfiehlt, das Obstacle zu wachsen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

5-0

6/10streetgrinds & slides

Grind nur auf der hinteren Achse, mit angehobener Nose. Braille setzt ihn im dritten Teil seines Kurses hinter die 50-50s, Backside und Frontside.

Die Fillow-Seite setzt 50-50 und Manual voraus, weil das Gleichgewicht auf der hinteren Achse dem beim Manual sehr ähnlich ist.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Noseslide und Nosegrind

6-7/10streetgrinds & slides

Bei beiden liegt das Gewicht vorne. Der Noseslide slidet auf der Nose; das BASPO nutzt ihn als Beispiel für einen Slide auf einem Block und nennt als Hauptfehler, ohne genug Tempo anzukommen und am Ende auf dem Obstacle zu landen. Der Nosegrind ist ein Grind auf der vorderen Achse.

Im dritten Teil von Braille kommen nach den 5-0s Nosegrind, Frontside Tailslide und Backside Crooked.

Noseslide-Tutorial · Nosegrind-Tutorial

5 · Transition und Miniramp

Pumping und Rollen zwischen Quarters

2/10transition

Vor dem Droppen empfiehlt Dose, zwischen den beiden Quarters einer Miniramp vor und zurück zu rollen und dabei mit dem Körper Tempo zu erzeugen. Diese Bewegung nennt man Pumping.

Für den Anfang rät das BASPO zu Baby- oder Micro-Rampen von etwa einem Meter mit langer Transition (die typische Skatepark-Mini ist 1,5 m hoch) und zu ziemlich fest angezogenen Achsen, weil das Board dann stabiler ist.

Was ist Pumping (Lexikon)

Drop-in

4/10transition

Von oben in die Rampe einfahren, mit dem Tail auf dem Coping. Für skatedeluxe ist er das Wichtigste, um Transitions zu fahren, und Dose nennt ihn die grundlegende Bewegung vor jedem Rampentrick.

Der Hauptfehler ist, sich nach hinten zu lehnen: Laut skatedeluxe ist das Lehnen nach vorne die einzige Möglichkeit, nicht auf den Rücken zu fallen, auch wenn zu weit nach vorne ebenfalls mit einem Sturz über die Nose endet. Dose ergänzt steife Knie und schlecht verteiltes Gewicht. In den Kommentaren bei skatedeluxe schlagen mehrere Skater vor, vorher an immer steileren Banks zu üben. Der Axle Drop-in ist schwieriger und kann warten.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Rock to Fakie

4/10transition

Du fährst die Wand hoch, bringst die vorderen Rollen über das Coping, wippst das Board darauf und fährst in Fakie wieder runter. Das BASPO nennt ihn die erste echte Miniramp-Figur, idealerweise nach dem Drop-in, und schlägt vor, ihn zuerst auf einer Rampe ohne Coping oder an einer Bank zu lernen, weil das Risiko, beim Zurückfahren hängen zu bleiben, dann fast null ist.

Zum Rausfahren musst du die vorderen Rollen weit genug anheben und dafür kurz das Gewicht aufs hintere Bein bringen. Du musst Fakie rollen können und etwas Tempo mitbringen, auch wenn Dose warnt, dass zu viel Tempo zu früh ein häufiger Fehler ist.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Axle Stall

5/10transition

Du bleibst kurz mit beiden Achsen auf dem Coping stehen und fährst wieder rein. Dose stellt ihn als Einstieg in die Coping-Tricks vor und setzt ihn hinter Rock to Fakie und Kickturn.

Der Fehler, den Dose nennt, ist, das Gleichgewicht zu verlieren und die 90° ungleichmäßig zu drehen. Die Fillow-Seite setzt den Rock'n'Roll voraus; nach Dose könnte er auch davor kommen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Rock'n'Roll

5/10transition

Das BASPO stellt ihn als Variante des Rock to Fakie vor: Statt rückwärts zurückzufahren, drehst du das Board auf dem Coping und fährst vorwärts wieder rein.

Der vierte Teil von Braille, der sich den Skatepark-Basics widmet, folgt dieser Reihenfolge: Drop-in, Rock to Fakie, Rock and Roll und Frontside Hip Ollie auf einer Pyramide.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

50-50 am Coping

5/10transitiongrinds & slides

Der erste Grind auf der Rampe: Du grindest auf beiden Achsen das Coping entlang. Er ist der fünfte Trick auf der Miniramp-Liste von Dose, nach dem Axle Stall.

Die Fehler, die Dose nennt, sind zu wenig Tempo oder zu wenig Commitment, schlecht zentriertes Gewicht, nach unten schauen und den vorderen Fuß beim Wiedereinfahren nicht zu entlasten.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

6 · Nächstes Level

Hardflip

8/10streetflips

SkateboardersHQ zerlegt ihn in einen Frontside Pop Shove-it und einen Kickflip gleichzeitig, zwei Bausteine, die du an diesem Punkt schon haben solltest.

Deshalb sollte der Frontside Pop Shove-it locker sitzen, bevor du ihn versuchst.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

Inward Heelflip

8/10streetflips

Heelflip kombiniert mit einem Backside Pop Shove-it, so zerlegt ihn SkateboardersHQ.

Die Fillow-Seite setzt vorher den Heelflip und den Varial Heelflip voraus.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

360 Flip und Laser Flip

8-9/10streetflips

Der 360 Flip kombiniert einen Kickflip mit einer 360°-Drehung des Boards. SkateboardersHQ empfiehlt, den 360 Pop Shove-it zu können, bevor du ihn versuchst.

Nach derselben Logik setzt der Laser Flip vorher den Varial Heelflip und den Frontside 360 Shove-it voraus.

360-Flip-Tutorial · Laser-Flip-Tutorial

Bigspin

7/10street

Das Board dreht sich als Shove-it um 360°, während du dich in dieselbe Richtung um 180° drehst. SkateboardersHQ empfiehlt, mit Backside anzufangen, weil die Seite Frontside für schwieriger hält.

Braille nimmt den Fakie Bigspin in seine Liste der 15 einfachen Tricks auf, direkt vor den Kickflip.

Schritt-für-Schritt-Tutorial

180 Flips: Frontside Flip und Backside Flip

7/10streetflips

Ein Kickflip mit 180er-Drehung von Körper und Board. SkateboardersHQ betont, die 180er und den Flip getrennt zu üben, bevor du sie kombinierst.

Auf den Fillow-Seiten setzt der Frontside Flip Kickflip und Frontside 180 voraus, der Backside Flip Kickflip und Backside 180.

Frontside-Flip-Tutorial · Backside-Flip-Tutorial

Technische Slides und Grinds

6-8/10streetgrinds & slides

Tailslide, Lipslide, Crooked, Feeble, Smith und Bluntslide. Alle bauen auf früheren Bausteinen auf: Boardslide, 5-0 und Nosegrind. Die Varianten des 50-50, die das BASPO vorschlägt, zeigen schon Richtung Feeble und Smith, und Braille schließt seinen Grind-Teil mit dem Frontside Tailslide und dem Backside Crooked ab.

Tailslide · Lipslide · Crooked · Feeble · Smith · Bluntslide

Grabs und Coping-Tricks

6-7/10transition

Indy Grab, Disaster und Blunt sind die üblichen nächsten Schritte auf Transition. Die Fillow-Seiten zeigen, was jeder davon voraussetzt: Der Disaster baut auf dem Rock'n'Roll auf, der Blunt auf dem Axle Stall.

Im 21-Level-Video von WIRED geht Tony Hawk die ganze Skala durch, bis zu Tricks auf großen Rampen wie dem McTwist, dem 900 und dem 1080.

Indy Grab · Disaster · Blunt

Die Etappen der Progression im Einzelnen

Grundlagen: was vor dem ersten Trick kommt

Hier sind sich die beiden institutionellen Quellen einig. Der Cruiser Award von Skateboard GB hat sechs Stufen: Die erste ist, deinen Stance zu kennen, und Pushen und Bremsen gehören ebenfalls dazu. Der britische Verband rechnet damit, dass man ihn in 2 bis 4 kurzen Sessions oder an einem ganzen Tag schafft, mit Coach und ohne Üben außerhalb des Kurses. Das BASPO ergänzt den Kickturn als Voraussetzung für den Ollie und baut den Einstieg auf Spielen auf (Curling mit dem Board, Slalom mit Tic-Tacs), damit das Üben locker bleibt.

Am genauesten beschreibt der Nike-Guide mit Joe Eberling, dem Gründer der USSEA, die ersten Minuten. Zuerst kommt der vordere Fuß aufs Board, dann der hintere, und dann drehst du beide, bis sie parallel stehen. Das Ganze erst auf Rasen, dann auf dem Gummiboden eines Spielplatzes und zum Schluss auf Beton. Laut Eberling kann allein dieser Teil eine halbe Session, eine ganze oder mehrere dauern. Wenn du hier ein paar Tage brauchst, ist das also ganz normal.

Tricks ohne Pop

Es gibt eine Familie von Tricks, die keinen Ollie brauchen und mit denen du dich daran gewöhnst, auf dem Board zu springen. Braille ordnet seine 15 einfachsten Tricks für Leute, die gerade anfangen, so: Feet Stomp (Flip on), Caveman, Vanilla Milkshake, Manual, Shove-it, Boneless, Body Varial, Nose Stall, Primo, Ollie, Frontside 180, Ollie North, Nose Grab, Fakie Bigspin und Kickflip. Der Artikel erklärt nicht, warum diese Reihenfolge, deshalb liest man ihn besser als Liste von Vorschlägen und nicht als Lehrplan.

SkateboardersHQ schlägt als Vorbereitung auf den Ollie etwas Ähnliches vor: Hippie Jumps, Ollie Pick-ups, Acid Drops, Caveman und Bean Plants. Das BASPO arbeitet mit Übungen für die Flugphase: vom rollenden Board hochspringen und mit beiden Füßen gleichzeitig wieder landen, jedes Mal etwas höher, und dann mit einer halben Drehung, was die Grundlage für den Body Varial ist.

Der Ollie und was darauf aufbaut

Das BASPO nennt ihn die wichtigste Figur, die für viele andere nötig ist. Sidewalk beschreibt ihn als den grundlegenden Baustein, und Red Bull schreibt, dass viele Tricks auf ihm aufbauen. Dasselbe BASPO räumt ein, dass er eine der schwierigsten Figuren ist, weil er ohne Hände funktioniert und viel Geduld verlangt.

Zur Dauer spricht SkateboardersHQ von ein paar Wochen bis sechs Monaten, je nachdem, wie viel du übst. Die interessanteste Zahl stammt aus einer Studie der Miami University, die 2006 auf dem ISBS-Kongress vorgestellt wurde (Walsh, Creekmur und Wojcik). Fünf Anfänger trainierten dort vier Wochen lang dreimal pro Woche je 20 Minuten Ollies. Vor dem Training gingen sie langsam in die Knie und machten vor dem Absprung eine Pause; am Ende zeigte ihre Kraftkurve eine Gegenbewegung ähnlich der des erfahrenen Skaters. Der Ollie ist ein Sprung mit Gegenbewegung, und was Zeit braucht, ist die Koordination dieser Bewegung auf einem Board, das rollt. Es sind nur fünf Personen, für allgemeine Schlüsse reicht das also nicht, aber es passt zu dem, was Coaches erzählen.

Mit dem Ollie kommen seine ersten Varianten: die 180er (laut SkateboardersHQ ist der Backside meist leichter), der Pop Shove-it in beide Richtungen, der Nose Manual und der No Comply. In dem 21-Level-Video, das Tony Hawk für WIRED gedreht hat, sind Level 2 und 3 genau solche 180er-Varianten des Ollies. Wenn du den Ollie Schritt für Schritt aufgeschlüsselt haben willst, findest du ihn in unserem Ollie-Tutorial.

Flips im Flat

Bei Braille hat der Kickflip eine ziemlich lange Liste an Voraussetzungen: Ollie, Frontside 180, Backside 180, Pop Shove-it, Frontside Shove-it und Heelflip. Damit, so Braille, sollte der Kickflip viel leichter fallen, und wer ihn zum ersten Trick macht, programmiert das Scheitern vor. Das BASPO fasst es anders zusammen: Der Kickflip enthält alle Phasen des Ollies, also ist es Voraussetzung, den Ollie zu beherrschen.

Die Zeitangaben für den Kickflip sind ziemlich vage: SkateboardersHQ spricht von Wochen, Monaten oder sogar Jahren. Gut dokumentiert sind dafür die Fehler. Braille betont, dass der Flick nach oben und nach außen geht, nicht nach unten, und dass die Brust in Richtung Nose drehen soll. SkateboardersHQ ergänzt: mit einem Fuß landen, weil die vordere Schulter aufgeht, nach vorne statt nach oben springen, Pop und Flick voneinander trennen und die Füße zu eng stellen. Die Übung, die Braille vorschlägt, machst du im Stand: Du flickst, setzt den hinteren Fuß ab und fängst das Board mit dem vorderen Fuß auf.

Danach kommen die Varials (Shove-it plus Flip), der Nollie, der Switch Ollie und der Half Cab, die den Ollie voraussetzen und, beim Half Cab, dass du Fakie rollen kannst.

Curbs, Ledges und Rails

Die gemeinsame Voraussetzung ist der Ollie. Das BASPO verlangt ihn für jeden Slide, und Red Bull setzt Sprünge, Kickturns und Ollies vor den Boardslide. Die Tipps des BASPO zum Aufbau sind sehr praktisch: kurze, niedrige, flache und eher breite Rails, oder nur das letzte Stück eines langen Rails nutzen, um es zu verkürzen, und erst zu Down Rails oder Kinked Rails wechseln, wenn der Trick sitzt. Außerdem betont es, dass Tempo beim Gleichgewicht hilft. Zu langsam anzufahren arbeitet also meistens gegen dich.

Transition und Miniramp

Vor dem Drop-in empfiehlt Dose, zwischen den beiden Quarters vor und zurück zu rollen, und das BASPO schlägt vor, den Kickturn zuerst auf dem Boden zu machen, dann unten an der Rampe und erst danach am Coping. Beim Material rät das BASPO zu Anfang zu ziemlich fest angezogenen Achsen und zu Rampen von etwa einem Meter mit langer Transition, also niedriger als die typische Skatepark-Mini mit 1,5 m. Es weist auch darauf hin, dass sich viele Figuren zuerst an der Wand üben lassen, ohne bis zum Coping zu fahren.

Die Reihenfolge, die BASPO, Braille, skatedeluxe und Dose teilen, beginnt mit dem Drop-in und geht mit dem Rock to Fakie weiter, danach kommen Axle Stall, Rock’n’Roll und 50-50 am Coping. Skatedeluxe hält den Drop-in für das Wichtigste, um Transitions zu fahren, und das BASPO nennt den Rock to Fakie die erste echte Miniramp-Figur.

Wo sich die Quellen nicht einig sind

Shove-it vor oder nach dem Ollie?

Das sieht nach einem Widerspruch aus, ist aber fast immer eine Frage der Namen. Braille setzt den Shove-it auf Platz 5 seiner einfachen Tricks und den Ollie auf Platz 10, und SkateboardersHQ sagt, der Shove-it sei wahrscheinlich leichter als ein Ollie. Beide meinen den Shove-it ohne Pop, den du mit dem hinteren Fuß herumschiebst. Der Pop Shove-it braucht dagegen den Ollie, und Braille setzt ihn hinter den Ollie und die beiden 180er. Kurios ist, dass SkateboardersHQ im eigenen Text sagt, man solle vorher den Ollie lernen, ihn in der Liste aber hinter den Shove-it setzt.

Kickflip oder Heelflip zuerst?

Hier gibt es einen echten Widerspruch. Braille zählt den Heelflip zu den Voraussetzungen für den Kickflip, und SkateboardersHQ setzt ihn in seiner Reihenfolge als ersten Flip. In einem anderen Artikel sagt SkateboardersHQ selbst aber, dass Kickflips meist leichter rotieren, weil der Oberkörper offen ist, auch wenn das Gleichgewicht beim Platzieren der Füße schwieriger ist, und kommt zu dem Schluss, dass es keine verbindliche Reihenfolge gibt. Das BASPO bringt in seinem Lehrmittel für Schulen nur den Kickflip als nächsten Schritt nach dem Ollie bei.

Der technische Unterschied hilft bei der Entscheidung. Beim Heelflip sind die Schultern geschlossener, der Blick geht Richtung Tail und der Stance ist etwas breiter; beim Kickflip ist der Oberkörper offener.

Ollie im Stand oder rollend?

SkateboardersHQ ist da eindeutig: Im Stand zu üben ist ein häufiger Fehler, der dich viel mehr Zeit kostet, und in der Fahrt ist der beste Weg. Dazu kommt, dass der Ollie im Stand ein höheres Verletzungsrisiko hat, weil du dich ohne Tempo schlechter fangen kannst, wenn du blöd fällst. Das BASPO sagt dagegen, dass man ihn im Stand oder bei mäßigem Tempo machen kann, und Brailles Übung für den Kickflip findet ebenfalls im Stand statt.

Für die ersten Basics haben Rasen und Teppich ihre Fürsprecher. Die USSEA fängt auf Rasen an, SkateboardersHQ empfiehlt ihn Erwachsenen für ungefähr die erste Stunde (Gleichgewicht, Auf- und Absteigen, Stürze), und das BASPO schlägt vor, auf das Board zu springen, wenn es auf Rasen liegt oder ein Partner es festhält. Eine vernünftige Lesart von alldem: Rasen oder Teppich helfen, ein Gefühl dafür zu bekommen, und der Ollie, den du später brauchst, festigt sich beim Rollen.

Boardslide oder 50-50 zuerst?

Das BASPO sagt, dass der Backside Boardslide die einfachste Art ist, über ein Rail zu sliden, und Braille eröffnet seinen dritten Teil mit Boardslides, bevor es zu den 50-50s geht. Red Bull erwähnt den 50-50 gar nicht und wählt den Boardslide als Einstieg in die Slides. Auf der anderen Seite stellen viele Blogs und Shops den 50-50 als ersten Grind vor, und das BASPO selbst nennt ihn auf seiner Karte so, mit einem kleineren Anfahrtswinkel als beim Boardslide.

Unsere vorsichtige Lesart: Es hängt vom Obstacle ab. Auf einem Rail scheint der Backside Boardslide der leichteste Einstieg zu sein; an einem Curb oder Ledge fängt man normalerweise mit dem 50-50 an.

Manual vor oder nach dem Ollie?

Red Bull (Manual auf Platz 3, Ollie auf 6), SkateboardersHQ (Manual auf Platz 1) und das BASPO (Wheelie vor dem Ollie) setzen ihn davor. Braille hebt ihn sich für den zweiten Teil seines Kurses auf, nach den Ollies und dem Frontside 180, auch wenn der Manual in seiner Liste der einfachen Tricks auf Platz 4 steht. Weil er keinen Pop braucht, spricht nichts dagegen, ihn schon in den ersten Wochen zu üben.

Switch von Anfang an?

Red Bull setzt Switch-Fahren als ersten Punkt auf seine Liste, und das BASPO sagt, dass es didaktisch besser ist, die Positionen abzuwechseln. SkateboardersHQ sieht Fakie als ersten Schritt Richtung Switch, und in Foren liest man immer wieder den Rat, die Basics erst im natürlichen Stance zu festigen. Keine dieser Positionen stützt sich auf Daten. Eine vorsichtige Option ist, früh Fakie zu rollen und die Switch-Tricks aufzuheben, bis du den Ollie hast.

Street oder Transition: zwei Wege ab dem Ollie

Bis zum Ollie und den 180ern ist der Weg für alle gleich. Ab da baut Skateboard GB sein Progressionsprogramm in Routen auf: Nach dem Cruiser Award wählst du zwischen Flat/Street, Skatepark-Obstacles, Miniramp und Bowl.

Der Street-Zweig sieht ungefähr so aus: Ollie im Rollen und über etwas Kleines (das BASPO nimmt einen Plastikbecher), Pop Shove-its und 180er, Heelflip oder Kickflip, die ersten 50-50s und Boardslides, dann 5-0, Noseslide und Nosegrind, Varials und 180 Flips und später Hardflip, Inward Heelflip und 360 Flip.

Der Transition-Zweig beginnt mit Pumping zwischen Quarters, Kickturn an der Wand und dann am Coping, Drop-in und Rock to Fakie. Es folgen Axle Stall und Tail Stall, Rock’n’Roll und 50-50 am Coping, danach der Hip Ollie auf der Pyramide (wie bei Braille im vierten Teil), Grabs wie der Indy, der Disaster und der Blunt. Nichts spricht dagegen, je nach Spot in deiner Nähe zwischen beiden Zweigen zu wechseln.

Erwachsenen empfiehlt SkateboardersHQ, mit Transition auf Quarters und Minis anzufangen statt im Bowl, und nennt Fälle von älteren Skatern, die etwa zwei Jahre gebraucht haben, bis sie sich im Bowl wohlgefühlt haben. Das ist anekdotisch, gibt aber eine Vorstellung von den Zeiträumen.

So übst du, um schneller weiterzukommen

Lieber oft als lange

Das Protokoll der ISBS-Studie (drei Sessions à 20 Minuten pro Woche, vier Wochen lang) reichte, damit sich die Sprungmechanik der Anfänger veränderte. SkateboardersHQ empfiehlt Erwachsenen, mindestens zwei- bis dreimal pro Woche ein bis zwei Stunden zu skaten, und beobachtet, dass Leute, die zwei bis drei Stunden am Tag fahren, schneller vorankommen als die, die eine Stunde fahren.

Wann du den Trick wechseln solltest

SkateboardersHQ schlägt vor, einen Trick nach ungefähr einer Stunde ohne Erfolg liegen zu lassen und Pausen zu machen, damit sich Gehirn und Muskeln anpassen können, und zwischendurch Manuals oder Shove-its zu üben. Wenn der Frust groß wird, hilft auch ein Spot-Wechsel.

Untergründe, Hilfen und ein Coach

Die USSEA geht von Rasen zu Gummi und von Gummi zu Beton. Das BASPO rät, nassen, schmutzigen oder öligen Boden zu meiden, und schlägt einfache Hilfen vor: ein Partner, der dich an der Hüfte oder an den Händen hält, das Board auf Rasen für die ersten Sprünge und fest angezogene Achsen auf der Rampe am Anfang. Eberling von der USSEA hält einen zertifizierten Coach für die beste Option zum Einstieg, und der britische Cruiser Award ist dafür gedacht, ihn mit Trainer zu machen.

Dich filmen

Dose hat eine Methode in fünf Schritten, um Tricks zu analysieren: mit fester Kamera und dem ganzen Trick im Bild filmen, in Zeitlupe anschauen, mit einem Pro vergleichen, ein oder zwei Punkte zum Verbessern auswählen und wiederholen. Auch SkateboardersHQ empfiehlt Erwachsenen, sich zu filmen, um zu sehen, was gut läuft und was nicht.

Stürze und Schutzausrüstung

Das BASPO schlägt vor, das Fallen auf weichem Untergrund zu üben, seitlich oder auf die Knieschoner. Sowohl das BASPO als auch die USSEA empfehlen einen Action-Sport-Helm (am besten mit MIPS) und weisen darauf hin, dass ein Fahrradhelm den Hinterkopf meist weniger abdeckt; welche Normen du auf dem Etikett suchen solltest, erklären wir im Ratgeber zu Helm und Schonern. Dazu kommen Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschoner. Wenn du viel Zeit im Skatepark verbringst, lohnt es sich außerdem, die ungeschriebenen Regeln im Skatepark zu kennen, bevor du dich an der Mini anstellst.

Wenn du als Erwachsener anfängst

Die kurze Antwort der USSEA ist, dass das Alter keine Hürde ist; Eberling sagt das im Nike-Guide genau so. Jenkem hat 2023 eine Gruppe von Skatern aus Birmingham, Alabama, porträtiert, die mit 30 und 40 angefangen haben.

Die Tipps von SkateboardersHQ für Spätstarter sind konkret: ein etwas breiteres Board (8.25 bis 8.5 Zoll), Schoner, vor dem Skaten aufwärmen, davon ausgehen, dass die Erholung länger dauert, für Gleichgewicht und Stürze auf Rasen oder Teppich anfangen und sich filmen. Keine der Quellen schlägt für Erwachsene eine andere Trick-Reihenfolge vor; was sich in ihren Tipps ändert, sind das Tempo und wie du zwischen den Sessions mit deinem Körper umgehst.

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